Heiße Quellen

Whitehorse ist keine Stadt, die durch Schönheit besticht, also hielt sich unser Sightseeing in Grenzen. Dafür besuchten wir ein naturhistorisches Museum, ein Transportmuseum, wo all die ausrangierten Maschinen zu bewundern sind, die die Goldgräber brauchten, aber auch die Flugzeuge, Schiffe, Kutschen und Eisenbahnen mit denen sich die Menschen dieses Land zugänglich machten. Gott sei Dank sind immer noch viele Gebiete nicht über Straßen, nicht mal über Trails zu erreichen – und es bleibt hoffentlich so. Aber es ist schon erstaunlich, wie verbissen Menschen etwas verfolgen, von dem sie glauben, dass es ihr Glück sein könnte. Bilder im Museum zeugen davon, dass die Goldgräber sogar tonnenschwere Holzöfen über den Chilkootpass gezerrt haben, mal abgesehen von all der Ausrüstung, die sie brauchten, um überhaupt die Genehmigung zu bekommen, um einen Claim abstecken zu dürfen.
Nach diesem anstrengenden Museumstag gönnten wir uns eine Shoppingtour zu „Canadian Superstore“. Doch ich als „Fred Meyer-Victim“ war enttäuscht: das war nicht das Shoppingparadies, das ich gewohnt war. Immerhin gab es das gute „Ben & Jerry“-Eis, an das ich mich verhängnisvollerweise schon so gewöhnt habe, dass ich jeden Tag eins brauche. Aber Micha hilft mir, aufopferungsvoll wie er halt ist, dann doch immer, die 400 ml zu bewältigen. Aber Leute, mal ehrlich, in diesem Land nimmt man schneller zu, als einem lieb ist, das wird hart, zu Hause wieder disziplinierter zu sein. Naja, noch ist Urlaub …
Nach unserem Abendessen, das wir im Regen unter dem Schutz der Heckklappe unseres Trucks „genossen“, gönnten wir uns eine Auszeit in den Takhini Hot Springs, heißen Quellen, die direkt neben unserem Zeltplatz gelegen waren. Herrlich!

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3 Antworten auf Heiße Quellen

  1. heike sagt:

    hi ihr beiden,

    so! ab heute (es ist kurz vor eins in einer immer noch reichlich frischen nacht für einen junitag *fröstel*) habe ich urlaub!!

    bevor ich freitagnacht nach korfu abfliege (wo es hoffentlich endlich mal sonnig und wenigstens über 20° hat – dieser sommer macht einen ja regelrecht bescheiden …), stelle ich mit interesse fest, dass neben all den beschreibungen von museen und städten und naturschönheiten eurer alaska-tour jetzt so allmählich ein paar elementare dinge durchblitzen *grins*: verpflegung, shopping und unterkunft! na also!

    und jetzt will ich doch mal wissen, wie sich diese basics im gemeinen leben so gestalten! astrid, kann man da weiter auf dich zählen?! supermärkte finde ich beispielweise extrem spannend: plastikwelt und food à la big brother amerika? sortiment wie überall oder ganz spezifische sachen zu entdecken? (was macht dieses 400-ml-eis denn so genial? einmal täglich is ja ned schlecht, uff, mir wird schon vom lesen schlecht!)

    habt ihr denn kocher und zeug dabei mit eurem zelt oder geht ihr ausschließlich essen (so ihr nicht bei freunden seid?)? ich kenn ja nur eure kuchen(muffin-)backtalente ;-), die beidseitig absolut zu empfehlen wären. aber wie steht es mit dem kochen? habt ihr alaskaspezifische rezepte in erfahrung gebracht und auch ausprobiert (der mensch ist bekanntlich, was er isst: gar ned so verkehrt, der spruch)?

    wie sieht z.b. ein frühstück à la alaska aus? eggs and bacon, pfannkuchen mit ahornsirup?? und wie ein nicht- (oder doch???!? mcdonalds-)burger?? vielleicht liegt da ein fisch quer drin, oder in jedem hundertsten ist ein goldnugget versteckt, sozusagen als „dig your nugget in our burgers“-marketing-gag?

    eigentlich müsste es doch haufenweise fisch geben, und wenn es die nuggets schon nicht in burgern gibt (aber warum sollte man die sonst essen? hihi), kriegt ihr die vielleicht doch noch anders zu fassen … (micha, warum musst du denn einen fisch im fluss fangen?? hast du peggy erzählt, dass das zu den pflichten eines echten alaska-mannes gehört?? oder war das nur die tarnstory für die lästerliche goldsuche?)

    und astrid, wie schläft es sich denn nun auf mutter alaska-erde? ich dachte, da kommt noch was! bislang hast du es uns ja eisern verschwiegen! womit ich gleich bei einer weiteren ernsthaften ;-)) frage wäre: micha, war das wirklich nur der regen in jener zeltnacht? oder schnorchelt unsere kollegin womöglich, was du höflicherweise nicht erwähnen wolltest?

    was ist überhaupt die beste – und was die lästigste – eigenart, die ihr inzwischen an euch feststellen konntet und die potentiell zu outen wäre *gg*? besonders ausgiebig kanntet ihr euch vor der reise ja nicht …

    und weiter: habt ihr schon gesungen und die lieder der goldgräber entdeckt? irgendwie gehört das doch zu weite und einsamkeit und feuer in der nacht – oder ist meine vorstellungswelt jetzt doch zu sehr der reklamewelt entlehnt? ist die handgemachte musik so selten wie bei uns und lässt man sich genau wie hier doch lieber berieseln?

    da ich grade bei der recherche nach einem guten tagesrucksack war: wie bewähren sich denn eure in der praxis? liegen die nur im auto oder wandert ihr schon auch mal damit?

    ja, und was mir dann tatsächlich noch am herzen liegt: was macht man in bärenland, wenn man auf einer wanderung doch einmal heftig in die büsche muss?? baldrian einwerfen und auf das gute auge des jeweiligen mitstreiters hoffen, der wache steht? führt man den ökologisch korrekten klappspaten mit im rucksack, oder gibt es entlang der trackingpfade ganz à la amerika regelmäßige „ladies and gents“?

    fragen, die niemals nicht im reiseführer beantwortet werden – aber jetzt hab ich ja euch beide vor ort: da besteht doch wirklich hoffnung!!

    in diesem sinne wünsche ich weiterhin alles gute für die restlichen tage – so langsam dürfte sich schon der abschiedsschmerz einstellen: bye-bye nature pure, bye-bye wilderness, hello frrrangga-land (die restlichen hellos verschweige ich aus pietät *gg*)!

    und was bringt ihr uns denn dann miiiii-iiiiiit (ich überlege noch, ob ich denn letzten satz wieder streiche, aber man kann’s ja mal versuchen *lach*)?

    also, wunderschöne resttage, nehmt euch einen gehörigen batzen weite und entspannung mit zurück und seid herzlich gegrüßt von heike!

  2. emily sagt:

    Zitat: „…das wird hart, zu Hause wieder disziplinierter zu sein.“

    Ja, Micha, echt widerlich, diese gesunde fettarme Kantinenessen, das du immer wählst… ich sage nur Currywurst mit Pommes Frites… das wird schon eine harte Umstellung 😉

  3. micha sagt:

    tja emily, da solltest du mal besser auf den autor des beitrags achten. schließlich stammt der von dir kommentierte von astrid und nicht von mir. ich würde nie behaupten, ich sei diszipliniert…

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