Wickersham Dome

Nachdem wir uns gestern im College Coffeehouse per WLAN ins Internet eingeloggt (da sage noch jemand, die Alaskaner wären Hinterwäldler) und unsere ersten Beiträge eingetragen hatten, trafen wir uns mit Melanie, Kimberley und I Ming in Fox neben der legendären Kneipe „Howling Dog“. Mit dabei waren natürlich auch Melanies und Kimberleys Hunde Momo (ladies first), Simon und Obea (die Schreibweise ist sicherlich falsch, klang aber wie Obi). Von dort aus ging’s auf dem Elliott Highway in Richtung Norden zum Wickersham Dome bzw. zum dortigen Netz von Wanderwegen. So zusagen unser erster Ausflug in die alaskanische Wildnis. Okay, Wildnis ist etwas übertrieben, wenn man auf einem Wegenetz unterwegs ist, aber nahezu menschenleer und ursprünglich ist es dort trotzdem.

Der Weg war angenehm, selbst für einen Schmalspur-Wanderer wie mich. Unterwegs erhielten wir von den drei Mädels Unterricht in Botanik und etwas Geologie. Sowas sollte man viel stärker in den schulischen Unterricht einbinden, da in der freien Natur wohl eher das Interesse der Schüler geweckt werden kann als in einem miefigen Klassenzimmer.

Unser Ziel war nicht der Wickersham Dome, sondern einer der vielen felsigen Hügel. Bereits der Weg dorthin hielt atemberaubende Aussichten sowohl nach Süden auf die Alaska Range als auch nach Norden auf die Hügel Zentralalaskas sowie die White Mountains bereit. Die entsprechenden Bilder findet ihr in meinem Flickr-Album.

Nach der kleinen Tageswanderung (ca. 4 Stunden) machten wir auf dem Weg nach Fairbanks am Hilltop Rast, einem berühmten Truck-Stop am Elliott Highway. Dieser ist bekannt für seine Burger und Pies. Aber neben dem Essen kann man dort auch so manch urigen Trucker begegnen, der gerade auf dem langen, schlaglochgepflasterten Weg in die Ölfelder an der Prudehoe Bay ist oder von dort kommt.

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Denali

Mt. McKinley fast ohne Wolken. Was für ein seltener Anblick im alaskanischen Sommer. Und wir kamen bereits am zweiten Tag in diesen Genuss. Ich hatte fast nicht daran geglaubt, den Großen, wie ihn die Athabaskan-Indianer nennen, schon so früh zu Gesicht zu bekommen. Aber nachdem wir heute früh nahezu wolkenlosen Himmel hatten, fuhren wir mit Torsten nach dem Frühstück gleich hoch zum Sender auf Ester Dome. Bereits auf dem Weg dorthin kamen wir um eine Biegung und ich hatte prompt Gänsehaut. Was meine Augen da erblickten war mehr als ich zu Hoffen gewagt hatte. Mt. McKinley in seiner vollen Pracht, von wenigen Wolkenfetzen umarmt.

Am Nachmittag gingen wir dann mit Torsten zum Holzholen, was natürlich auch unsere erste Bekanntschaft mit einer benzinbetriebenen Kettensäge beinhalten sollte. War auch gar nicht so schwer: einfach anwerfen und draufhalten. Aber schweißtreibend war es bei Temperaturen um die 25-30 Grad (wohlgemerkt Celsius) schon. Und dass alles ohne fließend Wasser. Tja, so ist da Leben hier und ich liebe es.

Danach ging’s dann zu Ivory Jacks zum Burgervertilgen. Als wir dann zur Cabin zurück kamen war dann auf Happy Road ziemliche Aufregung, weil es oben auf Ester Dome brannte. Einige Nachbarn evakuierten sogar ihren gesamten Haushalt. Mehr beim nächsten Mal…

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Heiße Aussichten

Heute am zweiten Tag unseres Alaska-Trips haben wir unglaublich schönes Wetter, mit 82° Fahrenheit, was 28° Celsius entspricht und Sonne satt. Nach einer erholsamen Nacht in der Blockhütte, die unser Freund Torsten, eigenhändig nur mit einer Axt gebaut hat, haben wir uns aufgemacht, einen Aussichtspunkt hier in der Nähe, genannt Ester Dome, zu besuchen. Von dort aus hatten wir einen unvergleichlichen Panoramablick auf Fairbanks, Mt. McKinley und all die anderen Berge, Täler und Sehenswürdigkeiten, hatten deren Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Zu viel Input auf einmal … Auf dem Weg zurück, ich konnte meinen Augen kaum trauen, taucht plötzlich mitten auf der Straße eine Elchkuh mit ihrem Kalb auf – so was passiert wahrscheinlich nur hier am „Ende der Welt“. Als Kontrastprogramm zum unverfälschten Naturgenuss unternahmen wir einen Trip nach „Downtown“ Fairbanks. Hier ist alles soviel größer, unordentlicher – in einem positiven Sinne – und ungezwungener als bei uns in „Good Old Germany“. Ein Erlebnis, das zu machen, soviel kann ich am zweiten Tag bereits behaupten, sich lohnt.

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Der erste Tag

So, ihr lieben Daheimgeliebenen, jetzt überschreiten wir gleich den „point of no return“ – es geht in ein paar Minuten an Bord. Und ich kann euch versichern, bisher war’s ganz schön aufregend. Nach einer Nacht mit ganz schön wenig Schlaf eine so weite Reise! Hier am Airport Frankfurt galt es einige Sicherheitskontrollen zu überwinden, wobei man für einen Nietengürtel schon fast einen Waffenschein braucht … So genug für den Monemt, Micha hat nur 15 Minuten WLAN-Zugang gekauft und das Bording geht gleich los.

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“Flickr”nde Bilder

Auf mehrfachen Wunsch, meinen eingeschlossen, habe ich hier nun einen Flickr-Badge integriert. Dort werden immer die neuesten drei Bilder aus meinem nagelneuen Flickr-Album zu sehen sein. Momentan hatte ich allerding nur drei alte Bilder von meinem 1998er-Trip zur Hand; und das auch noch in miserabler Qualität. Sobald wir unterwegs sind findet ihr dort aktuelle Bilder.

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